Erfolgreiche Einführung des Leadership Coaching in China
[Hangzhou/China] Nach dem Start-up Seminar, das oKae-Chef Martin Haase im November 2004 (siehe auch Archiv 2004) in Hongkong mit siebzehn Führungskräften durchführte, folgten im März 2005 weitere Anschlussaufträge. Tagungsort für das viertägige Leadershipcoaching war diesmal die chinesische Metropole Hangzhou, ca. 45 Kilometer von Shanghai gelegen.
Die Teilnehmer, allesamt Führungskräfte einer nordasiatischen Organisation, waren aus Korea, Japan, Hongkong, Macao und China angereist. Trotz unterschiedlicher Mentalitäten und kultureller Prägungen, entstand in kürzester Zeit eine offene Vertrauensbasis, die das gesamte Coaching prägte.
Anschließend reiste das Consultingteam weiter nach Taichung auf Taiwan. Im Rahmen einer Reorganisationsmaßnahme erarbeiteten die dreiundzwanzig Führungsverantwortlichen einer taiwanesischen Organisation konkrete Szenarien, für die eine zeitnahe Umsetzung vereinbart wurde.
Coaching liegt im Trend
[Bergisch Gladbach] Im Management genießt Coaching seit langem einen hohen Stellenwert für die gezielte Förderung individueller Stärken, die Reflektion sensibler (Unternehmens-) Themen und die Entwicklung konkreter Lösungen. Als effiziente und lösungsorientierte Prozessbegleitung wird Coaching heute jedoch nicht mehr nur als Einzelberatung von Managern und Führungskräften in Anspruch genommen, sondern zunehmend auch für ganze Teams, um bspw. Reorganisationsprozesse zu unterstützen, gruppendynamische Prozesse zu verstehen, Schnittstellenkonflikte zwischen Abteilungen, konzeptionelle Differenzen oder auch interkulturelle Probleme zu bearbeiten.
Corporate Coaching als Weiterbildungs-Trend bestätigt auch die aktuelle Studie “Weiterbildungsszene Deutschland 2004″ von Jürgen Graf (Hrsg.). Unternehmen setzen heute in der innerbetriebliche Weiterbildung und Mitarbeiterqualifizierung weniger auf pauschale Wissensvermittlung, sondern mehr auf individuelle, konzentrierte Kompetenzverbesserung und gezielte Problemlösung.
Auch im privaten Umfeld gewinnt so genanntes „Life-Coaching“ oder auch „Private Coaching“ an Bedeutung. Die Motivationen für die Buchung eines persönlichen Coachs sind dabei immer individuell und damit vielschichtig. Dennoch lassen sich einige wichtige Motivströmungen identifizieren:
- Der Wunsch nach einer Verbesserung oder Verfeinerung der persönlichen Kompetenzen, um das eigene Leben erfolgreicher zu managen.
- Der Wunsch, kritische Lebenssituationen besser zu verstehen und zu handhaben.
- Die Sehnsucht nach innerer Zufriedenheit.
- Die Suche nach den Schlüsselqualitäten, die das persönliche Lebenschöpferischer und reicher gestalten.
Der konkrete Nutzen von Coaching ist messbar. Er lässt sich sowohl quantitativ mit Evaluationsmethoden nachweisen als auch qualitativ differenziert beschreiben. Dieses wurde eindrucksvoll in dem Artikel „Ist Coaching messbar“ von Elisabeth Rohmert und Eugen W. Schmid, veröffentlicht 2003 in der Zeitschrift „new management nr. 1-2“, dargelegt.
Der größte Nutzen für die Klienten selbst liegt in der Klärung funktionaler Fragen und dem Erlernen so genannte Metaskills, welche es erleichtern, konkrete Problemlösungen eigenständig anzugehen.
Corporate Coaching oder Private Coaching ist ein wirksame Maßnahme, um individuelle Kompetenzverfeinerungen zu trainieren, die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Kraft durch Dialog
[Köln] Unternehmer und Führungskräfte setzen verstärkt auf Coaches – also psychologisch geschulte Berater, die sich als Sparringspartner für schwierige Lebenslagen andienen. Exklusiv in impulse berichten drei Unternehmer, was ihnen diese Beratungsform tatsächlich bringt.
Die Ausgangslage: Jahrelang konnte Tonmeister Wolfgang Schott in Ruhe eine Idee nach der anderen entwickeln. Erst mit seinem erfolgreichen Tonstudio in Osnabrück, dann als DVD-Produzent. Als er auch noch verstärkt im Internet aktiv wurde, wuchs ihm seine Mumbo Jumbo Media mit vier festen und 15 freien Mitarbeitern aber langsam über den Kopf.
“Plötzlich war ich nicht mehr nur als Musiker und Techniker gefragt, sondern auch als Unternehmer”, berichtet der 40-Jährige. Er stellte an seine Mitarbeiter zu hohe Ansprüche, ohne aber für strukturierte Abläufe zu sorgen. Sein kaufmännischer Partner war in das Alltagsgeschäft nicht eingebunden. 2000 schaltete er Coach Christopher Rauen aus Goldenstedt ein.
Was das Coaching gebracht hat: Nach einem Kennenlerngespräch vereinbarten Unternehmer und Coach zwölf Sitzungen, die sie anfangs einmal pro Woche abhielten. Rauen setzte ausschließlich auf Fragen und Gespräch. Und Schott fiel es zunächst schwer, sich zu öffnen. Als er sich jedoch auf den Prozess einlassen konnte, brachte er in seinem Unternehmen eine Menge in Bewegung. Schott definierte für seine Leute zahlreiche Regeln wie Pünktlichkeit, Verhalten gegenüber Kunden oder Projektabläufe.
Er verstärkte auch die Kommunikation mit seinen Mitarbeitern. So lässt er jeden Freitag mit ihnen die abgelaufene Woche Revue passieren und bespricht die kommenden Aufgaben. Zudem führt er mit jedem ohne Ankündigung alle vier Wochen Einzelgespräche über die Zusammenarbeit. Darüber hinaus wählt er neue Leute sorgfältiger aus und ahndet Verfehlungen konsequenter. “Einen Mitarbeiter, der viel privat telefonierte und öfters unentschuldigt fehlte, habe ich entlassen”, sagt Schott.
Den kompletten Artikel inklusive zwei weiterer Beispiele von erfolgreich gecoachten Unternehmern können Sie in der impulse-Ausgabe 01/2005, Seite 90, nachlesen.
Relaunch der oKae-Website
[Bergisch Gladbach] Fünfzehn Jahre nach Unternehmensgründung präsentiert sich die Homepage der Führungsberatung oKae management support zum Beginn des neuen Jahres im neuen Gewand.
“Seit dem Unternehmensstart im Jahre 1990 haben wir unsere Kompetenz in den Bereichen Führung und Kommunikation deutlich erweitert,” so Inhaber Martin Haase. “Offenheit und Transparenz im beruflichen, wie auch im privaten Umfeld, stehen heute im Mittelpunkt der aktuellen Wertediskussion. Unsere Ressourcen zielen exakt auf diese Wandel in der Gesellschaft ab. Deshalb werden wir verstärkt unsere Internetpräsenz darauf abstimmen.”
Weiterbildung adventistischer Pastoren in der Schweiz
[St. Stephan/Schweiz] Mehr als fünfzig Teilnehmer nahmen in der letzten Augustwoche an einer viertägigen Fortbildungsveranstaltung der Deutsch-Schweizerischen Vereinigung der Siebenten-Tags-Adventisten teil.
Jacques B. Doukhan, Professor für Hebräisch und Altes Testament am Theologischen Seminar der Andrews Universität in Berrien Springs, in Michigan, USA, diskutierte mit den Teilnehmern “Problemstellungen im Buch Daniel”.
Aufmerksam und engagiert wurde auch der zweite Themenblock, “Gemeindearbeit als lebendigen Veränderungsprozess verstehen”, angenommen, zu dem Martin Haase, Abteilungsleiter für Kommunikation und Leadership der Euro-Africa Division in Bern, als Referent eingeladen war.
Vor der eindrucksvollen Kulisse der Walliser Alpen, bot das Jugendhaus in St. Stephan, im oberen Simmental, eine wohltuende und angenehme Seminaratmosphäre.
Servant Leadership
[Jongny, Schweiz] Königliche Regeln und praktische Instrumente des Dienens präsentierten Don R. Sahly und Martin Haase während der 31. Jahressitzung der Euro-Afrika-Division in Jongny, Schweiz, den interessierten Delegierten.
Sahly, der als Leadership Direktor der Weltkirchenleitung weltweit Ausbildungsressourcen und Weiterbildungsmaßnahmen für die Führungskräfte der Siebenten-Tags-Adventisten koordiniert wusste durch einfach gegliederte und biblisch orientierte Kurzreferate seine Zuhörer zu überzeugen.
In 30-minütigen Morgenandachten stimmte Sahly die aus über dreißig Ländern angereisten Vertreter der evangelischen Freikirche geistlich auf ihre Führungsverantwortung ein. Als außergewöhnlichen Führer beschrieb er die alttestamentliche Person Nehemia, von dem er ein Dutzend Führungsprinzipien ableitete.
Seinen Ausführungen über den “richtigen Geist” legte Sahly den Bibeltext aus Sacharja 4,6 zugrunde: “Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen.” Von den großen Persönlichkeiten Paulus, Joseph und Daniel ließe sich eine exzellente Geisteshaltung lernen, die sich in den Grundwerten jedes vorbildlichen Führungsstils wiederfinden lassen.
Weitere 90 Minuten für die Leadership-Thematik waren jeweils vor der Mittagspause vorgesehen. In vier Blöcken arbeitete Martin Haase, der auch Leadership Coach der Euro-Afrika-Division ist, mit den Anwesenden Beurteilungsbögen durch. Anhand der dadurch erfolgten Selbsteinschätzung zu den Themen Führungspersönlichkeit, Mitarbeit, Prozesse und Erwartungen, ließen sich so für jede Organisation entsprechende Handlungsfelder ableiten.
Den Teilnehmern wurde beußt, dass es konzentrierter Anstrengungen und permanenter Weiterbildung bedarf, um eine Person mit Einfluss zu werden. Don . R. Sahly und Martin Haase zeigten die Wege dahin und stellten entsprechende Handlungsinstrumente für die praktische Umsetzung vor. Servant Leadership bezeichnet einen Führungsstil ohne Machtausübung und den Einsatz von Druck. Durch die konsequente Umsetzung des biblischen Prinzips Führen durch Dienen, erfahren Mitarbeiter und Leiter in einer Organisation eine veränderte gegenseitige Wertschätzung.
Die Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten hat auf der letzten Vollversammlung im Jahr 2000 in Toronto verstärkte Anstrengungen im Bereich Servant Leadership beschlossen. Gezielt werden die Führungskräfte der verschiedenen Einrichtungen und Dienststellen in dieser Thematik gefördert. In der Euro-Afrika-Division sind dazu unterschiedliche Weiterbildungsangebote vorhanden.
Zusammen mit den beiden Fachhochschulen in Newbold, England und Collonges, Frankreich und der amerikanischen Andrews Universität wird der Studiengang “MA Leadership” angeboten. Dagegen ist das Adventist Leadership Training (ALT) ein lernendes Konzept für Leiterinnen und Leiter in Führungspositionen adventistischer Verbände und anderer Einrichtungen, das in erster Linie der Vernetzung von Ressourcen und einem ständigen Informations- und Erfahrungsaustausch dient. In dreitägigen ALT-Seminaren werden über einen Zyklus von fünf Jahren mit internen und externen Beratern einzelne Fachbereiche intensiv geschult.
Material und Informationen sind im Internet unter www.adventistleadership.org zu finden.
